Sanfte Bewegung im Winter: Warum weniger gerade jetzt oft mehr ist

Es ist Januar. Die Tage sind kurz, das Licht ist leise, und manchmal fühlt sich schon das Aufstehen wie ein kleiner Kraftakt an. Vielleicht kennst du dieses Gefühl: Der Wunsch, dir etwas Gutes zu tun, ist da – aber die Energie dafür fühlt sich begrenzt an. Genau in diesen Momenten beginnt für mich die ehrlichste Form von Selbstfürsorge.

Warum dieses Thema gerade relevant ist

Der Jahresanfang bringt oft widersprüchliche Signale mit sich. Auf Social Media wird über Neustarts, Routinen und „das beste Ich“ gesprochen, während draußen Winterruhe herrscht. Viele von uns spüren diese Spannung zwischen innerem Rückzug und äußerem Erwartungsdruck.

Gerade jetzt, mitten im deutschen Winter, sehnen wir uns nach Stabilität, Wärme und einem Gefühl von Verbundenheit mit uns selbst. Sanfte Bewegung taucht deshalb immer häufiger in Gesprächen auf – nicht als Trend, sondern als Antwort auf Überforderung.

Was wirklich dahintersteckt

Wenn wir von sanfter Bewegung sprechen, geht es nicht um weniger Disziplin oder fehlende Motivation. Es geht um Regulation. Unser Nervensystem reagiert auf Kälte, Dunkelheit und Reizüberflutung – oft mit Müdigkeit oder innerer Unruhe.

Sanfte Bewegung bedeutet, dem Körper Signale von Sicherheit zu senden. Langsame, bewusste Bewegungen können helfen, Spannungen zu lösen, ohne neue aufzubauen. Es ist kein Rückschritt, sondern eine Anpassung an das, was gerade ist.

So kannst du es für dich nutzen

Es gibt keinen festen Plan, dem du folgen musst. Vielleicht beginnt es mit einem kurzen Dehnen am Morgen oder einem ruhigen Spaziergang ohne Ziel. Kleine Impulse können reichen.

Du könntest dir zum Beispiel einen Moment am Tag reservieren, in dem du dich fragst: „Was würde mir jetzt guttun?“ Manchmal ist die Antwort Bewegung, manchmal Ruhe – beides darf gleichwertig sein.

Meine persönliche Einordnung

Ich habe lange gedacht, dass Bewegung nur dann zählt, wenn sie anstrengend ist. Gerade diesen Winter habe ich gemerkt, wie sehr mich das unter Druck gesetzt hat. Seit ich mir erlaube, langsamer zu sein, fühle ich mich wieder mehr verbunden mit mir selbst.

Für mich ist das ein leiser Reminder: Ich muss nichts beweisen. Ich darf spüren. Und genau daraus entsteht oft neue Energie.

Gedanke zum Schluss

Vielleicht ist dieser Winter nicht dafür da, dich neu zu erfinden, sondern dich wiederzufinden. In deinem Tempo, mit deinem Körper, auf deine Weise.

Wie gehst du gerade mit Bewegung um? Spürst du eher den Wunsch nach Aktivität oder nach Ruhe? Erzähl es mir gern in den Kommentaren – ich lese mit.


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